Unterschriftenübergabe: Senator Gaebler macht Zusagen für die Grünflächen

News vom 8. Juli 2026

22.302 Unterschriften sind eine Ansage. Diese überwältigende Unterstützung für den Erhalt der Späth’schen Baumschulen als grünes Zentrum ist auch beim Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen des Landes Berlin, Christian Gaebler, angekommen. Am 3. Juli haben wir die Unterschriften zusammen mit 7.469 Kommentaren übergeben.

Vor der Senatsverwaltung: Das Späth-Team mit mehr als 22.000 Unterschriften und einem Baum als Geschenk an Senator Christian Gaebler.

Vor der Senatsverwaltung: Das Späth-Team mit 22.302 Unterschriften, 7.469 Kommentaren und dem Pflaumenbaum „Anna Späth“ als Geschenk an Senator Gaebler.

Unsere Aktion dazu hat in der Senatsverwaltung für beachtliches Aufsehen gesorgt – immerhin haben wir die mehr als 16.000 Unterschriften online, rund 6.000 Unterschriften auf den Listen und rund 7.500 teils sehr ausführliche Kommentare der Online-Petition in historischen Kisten verpackt und mit einer Schubkarre an Senator Gaebler übergeben. Und wir hatten auch ein Baum-Geschenk an den Senator dabei: den Pflaumenbaum „Anna Späth“, eine Späth-Züchtung von 1874.

Die Späth'schen Baumschulen überreichen mehr als 22.000 Unterschriften an Senator Gaebler.

In der Senatsverwaltung, v.l.n.re.: Abgeordneter und Späth-Unterstützer Lars Düsterhöft, Senator Christian Gaebler, Späth-Künstler Franz Christianell, Späth-Geschäftsführerinnen Karoline Leu und Laura Lichtenheldt

Vorausgegangen waren intensive Gespräche mit dem Planungsteam des Senators für das Dreieck Späthsfelde und die Gewissheit: Wir haben Bewegung in den Planungen erreicht!

Ein Grün- und Freiraumband soll die Kernfläche von Späth durchziehen

Jetzt hat Senator Gaebler öffentlich gemacht, dass es ein breites Grün- und Freiraumband auf der Kernfläche von Späth zwischen Königsheide und Ligusterweg geben wird. Die Baumreihen mit den wertvollen Muster- und Mutterbäumen und unser Obstbaum-Areal mit 700 Bäumen liegen innerhalb dieses Grünen Gürtels. Eine feste Zusage gibt es außerdem für unser Garten-Biotop am Karpfenteich direkt am Ligusterweg. Für die Bildungsgärten wie den Weltacker, den Gehölz-Sortengarten des Bund deutscher Baumschulen und die Forschungsflächen des Späth-Arboretum gibt der Senat die Absichtserklärung, sie in die neuen Grün- und Freiflächen zu integrieren.

Späth-Geschäftsführerin Karoline Leu überreicht mehr als 16.000 Unterschriften der Online-Petition an Senator Christian Gaebler.

Späth-Geschäftsführerin Karoline Leu überreicht mehr als 16.000 Unterschriften der Online-Petition an Senator Christian Gaebler.

Wir freuen uns sehr, dass die Senatsveröffentlichung in diesem Zuge den Weltacker ausdrücklich nennt. Bei der Übergabe hielt Michaela Brockskothen vom Vereinsvorstand ein leidenschaftliches Plädoyer für den Wert der Weltacker-Angebote zu Pflanzen, Garten, Landwirtschaft und Natur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Michaela Brockskothen, Vorständin von Weltacker Berlin e.V., im Gespräch mit Senator Christian Gaebler über den Wert der Naturbildung für Kinder und Jugendliche.

Michaela Brockskothen, Vorständin von Weltacker Berlin e.V., im Gespräch mit Senator Gaebler über den Wert der Naturbildung für Kinder und Jugendliche.

Der öffentliche Aufschrei war Auslöser für die neuen Planungen – „DANKE!“

So viele Menschen in unserer Nachbarschaft, in Berlin und weit darüber hinaus haben sich für den Erhalt unserer Baumschulenflächen als grünes Zentrum eingesetzt. In den ersten Tagen nach Bekanntgabe der ursprünglichen Bebauungspläne liefen unsere Telefone und E-Mail-Fächer heiß – so viel Zuspruch, Empörung und Unterstützung kamen bei uns an. Dazu die vielen Artikel in den Medien. Wir möchten uns bei allen, die uns in den vergangenen zwei Monaten zur Seite gestanden haben, sehr herzlich bedanken. „DANKE!!!“ – für so viele Tausende Unterschriften, Hinweise, Veröffentlichungen.

Späth-Geschäftsführerin Laura Lichtenheldt überreicht rund 6.000 Unterschriften der Unterschriftenlisten an Senator Christian Gaebler.

Späth-Geschäftsführerin Laura Lichtenheldt überreicht die rund 6.000 Unterschriften der Unterschriftenlisten an Senator Gaebler.

Ausschlaggebend für das Einlenken von Senator Gaebler war auch die entschlossene politische Unterstützung aus dem Bezirk Treptow-Köpenick. Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Lars Düsterhöft, direkt gewählter Abgeordneter aus Treptow-Köpenick im Berliner Abgeordnetenhaus, waren bei sämtlichen Treffen zwischen Senator Gaebler und den Späth’schen Baumschulen dabei. „Danke!“ sagen wir beiden für ihren großartigen Einsatz! Und die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick tat ihr Übriges dazu, als die Mitglieder Anfang Juni fraktionsübergreifend einen BVV-Beschluss zum Schutz der Späth’schen Baumschulen fassten.

Susanne Schneider-Kettelför, Kommunikation Späth'sche Baumschulen, überreicht 7.469 Kommentare der Online-Petition an Senator Christian Gaebler.

Die Zahl von rund 7.500 Kommentaren der Online-Petition hat alle beeindruckt. Auf dem Foto: Susanne Schneider-Kettelför, Kommunikation Späth’sche Baumschulen, stellt einen Ausschnitt daraus vor.

Selbst Stadtentwicklungssenator Gaebler zeigte sich bei der Unterschriftenübergabe beeindruckt: „Diese hohe Zahl an Unterschriften zeigt, dass die Themen Grün und Erfahrungsräume für den Umgang mit Pflanzen und Traditionsorte wie die Späth’schen Baumschulen wichtig für die Identität einer Stadt und einer Stadtgesellschaft sind. Gleichzeitig müssen wir sehen, dass wir verschiedene Interessen zusammen bekommen. Ich freue mich, dass es gelungen ist, Wege zu finden, wie wir das im Dreieck Späthsfelde miteinander vereinen: die Unterstützung für den Erhalt des Traditionsbetriebs mit seinem Umfeld mit dem Bedarf an Wohnraum in einer wachsenden Stadt und auch mit dem Erhalt von Kleingärten.“

22.302 Unterschriften und 7.469 Kommentare sind vorbereitet für die Übergabe.

22.302 Unterschriften und 7.469 Kommentare für den Erhalt von Späth als grünes Zentrum.

Unser Ziel ist, dass Späth auch in Zukunft als grünes Zentrum erlebbar bleibt!

Wir sehen die neuen Planungen als einen Weg, mit dem die Menschen in der Stadt unsere Kernfläche auch in einem möglichen neuen Stadtquartier Dreieck Späthsfelde als grünes Zentrum erleben können. Klar ist aber auch, dass die öffentliche Wachsamkeit unserer Unterstützerinnen und Unterstützer in den kommenden Jahren weiter wichtig sein wird. Denn die Zusagen seitens des Senats sind Willensbekundungen, die sich in der Umsetzung erweisen müssen. In den nächsten Planungsschritten erwarten wir viel Ringen um die konkrete Ausgestaltung.

Senator Christian Gaebler mit dem Baum-Geschenk der Späth'schen Baumschulen: die Pflaume

Pflaumenbaum „Anna Späth“: Senator Christian Gaebler mit der Späth-Züchtung zu Ehren von Anna Späth, Firmenleiterin von 1782 bis 1792.

Späth ist Pächter auf eigenem historischen Gelände: Berliner Politik und Öffentlichkeit entscheidend für den Standorterhalt

Die Späth’schen Baumschulen sind Pächter auf dem eigenen historischen Gelände. Die Ursachen dafür liegen in der deutschen Teilung, der Treuhand-Verwaltung, der Rückübertragung an die Späth-Erbengemeinschaft 1997 und dem unmittelbar darauffolgenden Verkauf. Eigentümer des Geländes sind seitdem wechselnde Investorengesellschaften.

Senior-Chef Holger Zahn: „Mit hohem persönlichen Einsatz und wirtschaftlicher Risikobereitschaft haben wir es geschafft, den Baumschulenbetrieb Späth am historischen Standort weiterzuführen ohne selbst Eigentümer der Fläche zu sein. Damit war immer klar, dass die Berliner Politik und die Berliner Öffentlichkeit von elementarer Bedeutung für den Erhalt des Standorts sind.“

Die Späth'schen Baumschulen überreichen mehr als 22.000 Unterschriften an Senator Gaebler.

22.302 Unterschriften sind eine Ansage. Das musste auch Berlins Senator Christian Gaebler anerkennen.

Die Berliner Öffentlichkeit hat ihr eindeutiges Votum für Späth gegeben. Die überarbeiteten Planungen sehen wir nun als ein Zeichen der Rückendeckung seitens des Berliner Senats.

Danke an alle Unterstützerinnen und Unterstützer!

Karoline Leu, Susanne Schmohl, Laura Lichtenheldt
Geschäftsführerinnen der Späth’schen Baumschulen
gemeinsam mit Senior-Chef und Betriebsinhaber Holger Zahn

Pressekontakt

Susanne Schneider-Kettelför

Öffentlichkeitsarbeit Späth’sche Baumschulen

 

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