Hoher Zuspruch: Jubiläumsmarkt „300 Jahre Baumschulen Späth“

Die Späth’schen Baumschulen werden 300 Jahre alt. Mit ihrem Gründungsdatum am 11. September 1720 sind sie das älteste produzierende Unternehmen Berlins. Im Laufe der Generationen entwickelten die jeweiligen Firmeninhaber aus der anfangs kleinen Obst- und Gemüsegärtnerei die einst größte Sortimentsbaumschule der Welt. Ihr Stammsitz in Treptow prägt den Berliner Ortsteil Baumschulenweg.

Tausende Gäste beim Jubiläumsmarkt

Pflanzen und Gäste in den Späth'schen Baumschulen

Jubiläumsmarkt „300 Jahre Baumschulen Späth

Am 19. und 20. September 2020 baten die Späth’schen Baumschulen zum großen Jubiläumsmarkt. Insgesamt strömten über 10.000 Besucherinnen und Besucher auf das historische Gelände – zeitweise bildeten sich lange Schlangen von den drei Eingängen.

Der hohe Publikumszuspruch trotz der durch die Coronavirus-Pandemie erzwungenen Einschränkungen machte deutlich, wie sehr die Späth’schen Baumschulen als ältester produzierender Betrieb Berlins eine Institution in der Stadt und in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert sind.

Späth gehört zu Baumschulenweg wie der Bär zu Berlin

Moderator Ingo Hoppe und Geschäftsführer Holger Zahn

Geschäftsführer Holger Zahn beim Jubiläumsmarkt

Geschäftsführer Holger Zahn : „Das Jubiläum zeigt: Späth gehört zu Baumschulenweg wie der Bär zu Berlin. Die vielen Glückwünsche haben uns alle berührt. Doch Zuspruch allein kann uns nicht den wirtschaftlichen Druck nehmen, der durch die weiterhin fehlende Planungssicherheit am historischen Standort auf dem Betrieb lastet. Wir fordern mit Nachdruck Entscheidungen auf bezirklicher Ebene und auf Senatsebene, die den Kernbereich unseres Traditionsstandortes in Treptow als Gewerbehof für den Baumschulenbetrieb und weitere grüne Branchen sichern.“

Über die Bedeutung des historischen Baumschulenstandortes für die Stadt Berlin und den Bezirk Treptow-Köpenick sprachen Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin, und Bezirksbürgermeister Oliver Igel bei der Offiziellen Eröffnung des Jubiläumsmarktes.

Den Wert der einzigartigen Tradition der Späth‘schen Baumschule haben viele Besucherinnen und Freunde der Späth’schen Baumschulen längst erkannt. Einige von ihnen gründeten den Förderverein „300 Jahre Baumschule Späth – Erhalt einer einmaligen Tradition in Europa e.V.“

Markt mit Ausstellern aus der Region und Deutschland

Glückwunsch zum 300. Geburtstag mit Pflanzen

Glückwunsch mit 300 Pflanzen

Der Jubiläumsmarkt zum 300. Geburtstag stand im Zeichen großer Geschichte und grüner Besonderheiten. Ausstellerinnen und Aussteller aus der Region und ganz Deutschland boten gärtnerische Ideen und schöne Pflanzen für Garten, Terrasse und Balkon. Farbenfroh kam die Dahlienschau mit 100 Sorten daher.

Kürbisausstellung mit 100 Sorten

Kürbisausstellung mit 100 Sorten

Ein Hingucker war auch die Kürbisschau mit 100 Sorten in allen Farben und Formen, die zum Jubiläumsmarkt eröffnet wurde und noch bis Ende Oktober zu sehen ist. Speziell für den Stadtgarten stellen die Späths auch weiterhin auf dem Gelände 100 Baumsorten mit kleinen Kronen vor. Ein „Obstgarten vor der Apfelhalle“ lud zu Apfelverkostung, Beratung und Verkauf ein.

Dr. Manfred Späth als Ehrengast bei der Eröffnung

Manfred Späth vor der Büste seines Vaters Hellmut Späth

Dr. Manfred Späth vor der Büste seines Vaters Hellmut Späth

Bewegend war der Moment, als Dr. Manfred Späth bei der Eröffnung auf die Bühne trat. Er ist der Sohn von Dr. Hellmut Späth, des letzten Firmeninhabers aus der Späth-Familie. Als sein Vater 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurde, war er drei Jahre alt. Manfred Späth dankte alle Akteuren, die nach der Wende für das Weiterbestehen der Firma gesorgt haben.

Manfred Späth lobte das neue Späth-Buch mit der Unternehmensgeschichte von 1720 bis 2020: „Die Veröffentlichung steht in großer Tradition. Und sie macht auf sehr gelungene Art eine Mischung deutlich, wie etwas, was auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammengehört, nämlich Pflanzen und Gartenbau, doch in enger Verbindung zu den Zeitumständen steht, um nicht zu sagen: zur Politik.“

Holger Zahn, Geschäftsführer des Späth’schen Baumschulenbetriebs, konnte Manfred Späth übermitteln, dass er anlässlich des 300. Geburtstags des Unternehmens das Familiengrab von Späth neu bepflanzt und eine Tafel zum Gedenken an Dr. Hellmut Späth angebracht hat.

Theo, der Reimesprecher, als der „Alte Späth“

Theo, der Reimesprecher, inmitten des Marktes

Theo, der Reimesprecher

Theo, der Reimesprecher, spazierte in Gestalt des Unternehmensgründers Christoph Späth über das Gelände. Der „Alte Späth“ bot den Gästen in spontanen Reimen Anekdoten aus dem neuen Späth-Buch bis heute dar.

Sonderausstellungen zur Geschichte zeigten die Leidenschaft und Kompetenz für Bäume, Pflanzen und Gartengestaltung. Die Schau mit historischen Baumschulengeräten war Open-air aufgebaut und zeigte erstmals auch Traktoren aus der Zeit als volkseigener Betrieb in der DDR.

Die Bedeutung von Späth für das Stadtgrün der Zukunft

Podiumsdiskussion beim Jubiläumsmarkt

Podiumsdiskussion zur Zukunft des Stadtgrün

Die Späth’schen Baumschulen als das Berliner Traditionsunternehmen versorgen seit 300 Jahren die Menschen mit Pflanzen. Wie wichtig der Baumschulenbetrieb in und für die Stadt ist, machte auch die hochkarätige Podiumsdiskussion zur Zukunft des Stadtgrün deutlich.

Übereinstimmend konstatierten die Redner, dass das Bewusstsein und die Verantwortung der Menschen für die Bäume und Pflanzen in ihrer Umgebung stärker geweckt werden müsse. Damit das passieren kann, brauche es zwingend grüne Lernorte in unmittelbarer Nähe. Genau das bieten die Späth’schen Baumschulen mit ihren Angeboten und einer 300-jährigen Kompetenz für Bäume und Pflanzen.

Pflanzung eines Späth-Baums im Tiergarten

Baumpflanzung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Baumpflanzung mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Zum Geburtstag hat das Unternehmen im Großen Berliner Tiergarten in der Nähe des Zelten Platzes in Anwesenheit der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner eine Späth-Erle gepflanzt.

Denn es geht um nicht weniger als Zukunftsbäume, die Stadt und Land in einer Zeit des Klimawandels mehr denn je brauchen. Eine Liste mit 60 dieser Zukunftsbaumsorten wurden an die Bundesministerin übergeben.

Einer dieser Zukunftsbäume ist die Späth-Erle. Die 1908 in den Späth’schen Baumschulen gezüchtete „Alnus x spaethii“ ist nach dem damaligen Baumschulenbesitzer Franz Späth benannt. Er hatte damals eine ganz eigene Erlen-Art gefunden, die besonders gut mit Hitze und Trockenheit umgehen kann und auch auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht.

„300 Jahre Späth“ – Grüner Markt zum Jubiläum

19. und 20. September, 9 bis 18 Uhr

Programmpunkte beim Jubiläumsmarkt

Offizielle Eröffnung am Samstag, 19. September, 12 Uhr

Mit: Sebastian Scheel, Senator für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Berlin, und Oliver Igel, Bezirksbürgermeister in Treptow-Köpenick.

Für den Gartenbauverband Berlin-Brandenburg überbrachte Geschäftsführer Dr. Andreas Jende zum 300. Geburtstag die Glückwünsche der Kollegen.

Außerdem: rbb 88.8-Moderator Ingo Hoppe nahm die Gäste mit auf einen Rundgang durch die Unternehmensgeschichte – mit Interviews, Erzählungen und der Präsentation des neuen Späth-Buchs

Podiumsdiskussion „Zukunft des Stadtgrüns – Wohin geht der Weg?“

Sonntag, 20. September, 12 Uhr

Es diskutierten: Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer Bund Deutscher Baumschulen; Reinhold Dellmann, Förderverein Baukultur Brandenburg e. V.; Kolja Neitzel, Vorstandsmitglied des Fachverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V.; Hartmut Balder, Beuth Hochschule für Technik Berlin; Philipp Sattler, Geschäftsführer Stiftung Die Grüne Stadt; Holger Zahn, Geschäftsführer Späth´sche Baumschulen

Moderation: Ingo Hoppe, rbb 88.8

Neues Späth-Buch von 1720 bis 2020 – Bestellmöglichkeit

Das neue Späth-Buch ist zum Jubiläumspreis von 25 Euro ausschließlich über die Späth’schen Baumschulen zu beziehen. Schreiben Sie für eine Bestellung bitte an: info@spaethsche-baumschulen.de


300 Jahre Späth - Grüner Markt zum Jubiläum

19. und 20. September 2020

Gartenmarkt zum 300. Geburtstag der Späth'schen Baumschulen

 

Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr

 

Eintritt: 8 Euro

 

Eintritt ermäßigt: 5 Euro, für Schüler, Studierende und Azubis bis 28 Jahre

 

Eintritt frei: Kinder bis 16 Jahre

 

Mit dem Eintritt gibt es 10 Prozent Rabatt auf alle Pflanzen der Späth’schen Baumschulen.

 

 

Ausstellerplan-Jubiläumsmarkt 2020

 

Flyer zum Jubiläumsmarkt "300 Jahre Baumschule Späth"

 

 

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