Info vom Mai 2020:

Der rbb/Redaktion Gartenzeit hat die Reportage „Verwurzelt in Berlin – Drei Jahrhunderte Baumschule Späth“ produziert. Filmemacher Felix Krüger geht darin auf die Spurensuche durch eine wechselvolle Geschichte und lebendige Gegenwart.

Hier geht’s zum Film: TV-Reportage „Drei Jahrhunderte Baumschule Späth“

… und hier zu weiteren Pressestimmen zu Späth in den Medien

Späth’sche Baumschulen – ältestes produzierendes Unternehmen in Berlin

Seit 300 Jahren steht der Name Späth für Qualität – von Pflanzen, Bäumen und Gewächsen. 1720 wurde das Berliner Traditionsunternehmen von Christoph Späth vor dem Halleschen Tor gegründet. Sein Sohn, Carl Späth, verlegte die Gärtnerei für eine Vergrößerung der Flächen ab 1760 an die damals noch völlig unbebaute Köpenicker Straße. 1864 erfolgte der erneute Umzug auf die Britzer Wiesen, die weitläufigen Flächen am heutigen Standort in Berlin-Treptow.

Es war Franz Späth, Firmeninhaber in fünfter Generation, der den Betrieb zur größten Sortiments-Baumschule der Welt machte. Bis nach China und Japan reichte der Ruhm der Späth’schen Pflanzenzüchtungen. Einträge im historischen Gästebuch künden davon. Das prächtige Herrenhaus am Eingang des heutigen Späth’schen Geländes wurde 1874 erbaut und das Arboretum als Schau- und Sichtungsgarten der Baumschule 1879 angelegt – Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck pflanze hier gleich zu Beginn einen Baum. Heute wird das Arboretum mit seiner einzigartigen Gehölzvielfalt von der Humboldt-Universität für Forschung und Lehre genutzt.

Die Dramatik der historischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts trafen die Baumschulen in voller Härte. Dr. Hellmut Späth, Firmeninhaber in sechster Generation, wurde im Februar 1945 im KZ Sachsenhausen auf persönlichen Befehl Ernst Kaltenbrunner, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes, erschossen. Die DDR machte die Späth’schen Baumschulen zum volkseigenen Betrieb und sie blieben doch das Zentrum des Baumschulwesens in der DDR. Nach der Wende dann der jahrelange Kampf gegen die Zerschlagung.

Heute künden die blühende Späth’sche Pflanzenwelt und Neuansiedlungen auf dem historischen Gelände von moderner Entwicklung. Im Lauf der Jahrhunderte prägten die Späth’schen Baumschulen entscheidend die Entwicklung ihrer Umgebung. Sie gaben mehreren Straßen und zwei Siedlungen ihren Namen. Auch der Ortsteil und die S-Bahn-Station sind nach ihnen benannt: Baumschulenweg.

300 Jahre Späth

Die Späth’schen Baumschulen begehen ihren 300. Geburtstag mit einem Grünen Markt zum Jubiläum am 19. und 20. September 2020. Bei der Eröffnung stellen die Späth’schen Baumschulen dann das neue Späth-Buch vor. Es schreibt auf der Grundlage des historischen Späth-Buchs die Geschichte des Unternehmens von 1720 bis in die Gegenwart fort.

Besucherinnen und Besucher sind beim Jubiläum „300 Jahre Späth“ zu einem gärtnerischen Markt mit Pflanzenanbietern aus Deutschland und der Region, mit historischen Ausstellungen und Pflanzen-Sonderschauen eingeladen.

Späth’sche Baumschulen

Holger Zahn, Geschäftsführer

Diplom-Gartenbauingenieur

 

info@spaethsche-baumschulen.de

Tel.: 030 - 63 90 03 0

Fax: 030 - 63 90 03 30

 

Archiv der Späth'schen Baumschulen

spaeth.archiv1720@spaethsche-baumschulen.de

 

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