Späth’sche Baumschulen – ältestes produzierendes Unternehmen in Berlin

Seit 300 Jahren steht der Name Späth für Qualität – von Pflanzen, Bäumen und Gewächsen. 1720 wurde das Berliner Traditionsunternehmen von Christoph Späth vor dem Halleschen Tor gegründet. Sein Sohn, Carl Späth, verlegte die Gärtnerei für eine Vergrößerung der Flächen ab 1760 an die damals noch völlig unbebaute Köpenicker Straße. 1864 erfolgte der erneute Umzug auf die Britzer Wiesen, die weitläufigen Flächen am heutigen Standort in Berlin-Treptow. Es war Franz Späth, Firmeninhaber in fünfter Generation, der den Betrieb zur größten Sortiments-Baumschule der Welt machte. Bis nach China und Japan reichte der Ruhm der Späth’schen Pflanzenzüchtungen. Einträge im historischen Gästebuch künden davon. Das prächtige Herrenhaus am Eingang des heutigen Späth’schen Geländes wurde 1874 erbaut und das Arboretum als Schau- und Sichtungsgarten der Baumschule 1879 angelegt – Reichskanzler Otto Fürst von Bismarck pflanze hier gleich zu Beginn einen Baum. Heute wird das Arboretum mit seiner einzigartigen Gehölzvielfalt von der Humboldt-Universität für Forschung und Lehre genutzt.

Die Dramatik der historischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts trafen auch die Baumschulen. Dr. Hellmut Späth, Firmeninhaber in sechster Generation, wurde in den letzten Kriegwochen im KZ Sachsenhausen erschossen. Die DDR machte die Späth’schen Baumschulen zum volkseigenen Betrieb und sie blieben doch das Zentrum des Baumschulwesens in der DDR. Nach der Wende dann der jahrelange Kampf gegen die Zerschlagung.

Heute künden die blühende Späth’sche Pflanzenwelt und Neuansiedlungen auf dem historischen Gelände von moderner Entwicklung. Im Lauf der Jahrhunderte prägten die Späth’schen Baumschulen entscheidend die Entwicklung ihrer Umgebung. Sie gaben mehreren Straßen ihren Namen. Auch der Stadtteil und die S-Bahn-Station sind nach ihnen benannt: Baumschulenweg.

300 Jahre Späth

Die Späth’schen Baumschulen feiern ihren 300. Geburtstag. Im Mittelpunkt steht das Traditionsfest am 19. und 20. September 2020. Mit einem Festakt stellen die Späth’schen Baumschulen dann das neue Späth-Buch vor. Es schreibt auf der Grundlage des historischen Späth-Buchs die Geschichte des Unternehmens von 1720 bis in die Gegenwart fort.

Besucherinnen und Besucher sind beim Traditionsfest zu einem großen Baumschulen-Markt mit Pflanzenanbietern aus Deutschland und den Nachbarländern, mit rund 200 Ausstellerinnen und Ausstellern, Bühnen- und Kinderprogramm eingeladen.

Späth’sche Baumschulen

Holger Zahn, Geschäftsführer

Diplom-Gartenbauingenieur

 

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Tel.: 030 - 63 90 03 0

Fax: 030 - 63 90 03 30

 

Archiv der Späth'schen Baumschulen

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